Montag, 1. Dezember 2014

Media Monday #179

Besser sporadisch als gar nicht.
Media Monday #179

1. Die wohl beste Comedy-Serie in meinen Augen ist Friends. Old but gold.
2. Kate Winslet und Joaquin Phoenix (tja, Leo) waren ein echtes Traumpaar in Quills, denn sie waren zusammen so berührend unschuldig in dieser lasterhaften Umgebung. Außerdem sahen die auch einfach phänotypisch fantastisch zusammen aus. 
3. Wenn Gus Van Sant der Regiesseur ist wird für mich ein Film unwiderstehlich, schließlich ist der Kerl mein Lieblingsfilmemacher.
4. Der mieseste zweite Teil war Bridget Jones 2. (Vielleicht auch nicht, aber ich schau mir miese 2. Teile prinzipiell gar nicht erst an. Da sitze ich lieber drei Stunden an einem richtig, schlechten Bollywoodfilm.)
5. Boah, das ist fies. Äh. Arnold Schwarzenegger hat ihren/seinen Zenit längst überschritten, wie an seinem Alter wohl eindeutig unter Beweis stellt, denn als Actionheld funzt das nicht mehr so
6. Dürfte ich einen Tag mit Rihanna den Platz tauschen, würde ich in jeder Talk-Show, die mich nimmt, hart über Promis lästern und dabei einen Donut nach dem anderen essen. Aber natürlich fantastisch gekleidet sein. 
7. Zuletzt gelesen habe ich Die Bienenhüterin und das war wunderschön, weil es um dieses kleine Mädchen geht, dass von zu Hause weg läuft und von schwarzen, katholischen Imkerdamen aufgenommen wird - und es ist so furchtbar und einfühlsam. 

Mittwoch, 19. November 2014

Kino-Kurzreview: Interstellar



Mann, war das ein Film! Ist tatsächlich mal das, was man Kino-Erlebnis nennt. An sich hatte ich wenig Lust auf den Film, weil ich Sci-Fi nicht derartig zu schätzen weiß, aber hier wird sich - zumindest in der ersten Hälfte - viel Zeit genommen, um zu erklären und todtraurige, interstellar-zwischenmenschliche Augenblicke zu schaffen. Mit Emotionen hat man mich.
Die Story ist der Hammer! So ein Drehbuch muss man erst mal schreiben. Das muss ein Mammutprojekt gewesen sein und man fragt sich die ganze Zeit "Gott, wie soll das alles enden?". Es wird so viel angerissen und erzählt, dass die fast drei Stunden nicht reichen! Darum ist die zweite Hälfte dann auch plötzlich ganz fix und macht sich nicht mehr die Mühe, groß zu erklären, was ganz gut für die Spannung ist, aber auch Fragen offen lässt.
Vielleicht wäre ein anderes Format und ein unbekannterer Cast lieb gewesen. Eine groß aufgezogene HBO-Miniserie. Das wäre jedoch auch weniger lukrativ und oscarwürdig gewesen und in IMAX filmen ist ja auch 'ne schnieke Sache. Da kann ich Nolan keine Vorwürfe machen. Aber Anne Hathaway nicht genug Spielraum zu geben, ist ein Verbrechen. Ihr Charakter kam mir viel zu kurz.
Der Hans-Zimmer-Score. Ich mag es, was er macht, aber das muss nicht heißen, dass es in jeden Streifen reingehört. Wenn man schon diese krassen Bilder und diese verzwickte Story und so viel Leid und Spannung hat, brauche ich nicht noch dieses dauernde Epic-Orchester, das mir assozieren soll, wie wichtig das alles ist. In ein zwei Szenen lassen sie die Geschehnisse und Dialoge mal ohne Musik passieren und ich fühlte mich so viel besser eingebunden. Ich weiß nicht. Ich hab Hans Zimmer langsam über und manchmal ist er so übertrieben, dass es einen aus der Szene raus wirft.
Dagegen sind Ton und Kamera superclever und auch das ganze CGI-Zeug geht sehr klar. Sieht auch einfach fantastisch auf der großen Leinwand aus.
Letztendlich gibt's aber nicht viel zu meckern. Der Film ist super. Wenn man sich drauf einlässt, fasziniert werden will und der Meinung ist, dass "erdenklich" langweilig ist, wird man seinen Blockbuster des Jahres finden.
Is'n Muss
Gruß,
Elif

Freitag, 7. November 2014

Kino-Kurzreview: Annabelle



The Conjuring fand ich im Kino damals supeeer, aber das hier ist - solide.
Es gibt eigentlich nicht viel zu meckern, außer das alles ein bisschen nullachtfuffzig ist, und meiner Meinung nach viel zu viel auf Schreckmomente gesetzt wird, als dass man sich wirklich gruselt.
Wer schreckhaft ist, kommt also auf seine Kosten. Ist auch definitiv einer der besseren Horrorfilme, aber eben nichts neues oder besonderes.
Atmosphäre, Schauspieler und Musik alles prima, die Story wird mir allerdings am Ende etwas zu lahm esoterisch.
Ein kurzweiliger Streifen, der sich für "Wir wollen Horrorspaß im Kiiino!" aber ganz gut eignet. Nur nicht zu viel erwarten.
Sehenswert.
(Hardcore-Horrorfans können den aber skippen ... nep, Moment - diese Leute gucken eh alles.)
Gruß,
Elif

Montag, 3. November 2014

Kurzreview: Blow



Suuper Film, wenn man über ein paar Dinge hinweg sehen kann.
Nämlich - bildlich sieht der einfach cheap aus. Es ist als würde man einen Film aus den Siebzigern sehen. Ich allerdings mag dieses warme-ausgewaschene Bild und verbuche das leichtgläubig unter Stilmittel.
Was man weniger verzeihen kann, sind die stark schwankende Qualität der Kostüme (Johnny Depp in 'nem Fettsuit - ernsthaft?) und die mittelgaren Charaktere. Wir treffen häufig auf Stereotypen, erfahren vom Text her nichts wirklich spannendes über den Protagonisten und die Frauenrollen sind allesamt furchtbar.
Der Streifen ist auch an sich alles andere als innovativ. Er schaut sich wie eine minderwertige Symbiose aus Goodfellas und Casino, aber das Buch ist gut, ich schwör's!
Es ist clever, spannend und lustig, ohne Zeit zu verlieren. Ich mag es, wenn Filme rasch in die Gänge kommen. Und hier passiert und passiert und passiert das Leben von George Jung im ganz großen Stil, ohne einen anzuätzen.
Das liegt vor allem daran, dass er einen so ans Herz wächst. Johnny Depp gibt den liebenswürdigen Drogendealer und man wünscht ihm alles Glück der Welt, weil er süß und geplagt ist.
Restlicher Cast und besonders die Musik sind der Hammer. Ich mag es, dass der Film so cool und lässig und nicht so selbstverliebt ist wie beispielsweise Catch Me If You Can.
Und auch wenn die Dialoge durchaus mal abgedroschen klingen und wir immer wieder ein und dieselben Weisheiten hören, spürt man, dass der Film ein Herzensprojekt war und dass viel Mühe und Umsicht darin steckt.
Keine Ahnung, warum dieser mittelmäßige Film so gut ist, aber wenn Johnny Depp seinen Spaß hatte, dann kann man dem ganzen doch nicht abgeneigt sein, hm?
Anschauen, bitte
Gruß,
Elif

Sonntag, 26. Oktober 2014

Kino-Kurzreview: Who Am I


Bei dem Trailer dachte ich: "Jippieh, die Deutschen machen was Neues! Yep. DAS wird supeer!"
Aber es war ... solide. Okay. Gut, sogar. Muss sich nicht verstecken.
Ich mag die Musik, ich mag die Schauspieler und besonders visuell ist der wunderbar kreativ - aber letztendlich hält sich der Streifen für ein bisschen cooler als er ist. Und das liegt am Buch.
Er wird immer mal wieder einfallslos und klischeehaft, besonders was die "Love Story" betrifft. Auch eine Spur mehr Witz hätte dem ganzen nicht geschadet, fällt mir zu flach.
Aber am meisten stört mich, dass sie sich diese ganzen Hackergeschichten zu einfach gemacht haben. In ein, zwei Fällen ist diese "Dreistigkeit siegt"-Nummer ganz cool, aber öfter denkt man sich "Ach, und das soll jetzt der Clou gewesen sein?". Es sieht zu easy aus! Das ist fast naiv und peinlich und führt zu 'nem bitteren Beigeschmack.
Wer Tom Schilling glänzen oder zur Abwechslung mal ein brisantes Thema bildgewaltig umgesetzt und mit super Musik unterlegt in der deutschen Filmindustrie sehen will, der wird nicht enttäuscht werden.
Der Rest geht obligatorisch rein, weil Elyas M'Barek hrrrr ist.
Sehenswert
Gruß,
Elif.

Sonntag, 12. Oktober 2014

!!Halloween!!-Kurzreview: 28 Days Later



Cleverer Thriller mit Horrorelementen, daher gut für Einsteiger.
Andererseits stinkt er in einer riesen Runde zu Halloween bestimmt ein bisschen ab, einfach weil er dafür nicht anspruchslos und gruselig genug ist. Man sieht dafür zu wenig von den Infizierten, es geht zu viel um die Charaktere und der Film ist zu lang.
Aber nur weil er kein Partyfutter ist der Streifen noch lange nicht blöd. Ganz im Gegenteil. Partyhorror ist blöd, dann ist er spaßiger. Aber wer einen wirklich guten Film sehen will und mehr auf Spannung und Tiefe als auf Gruseln und Ekel steht, hat hier seinen Fast-Zombie-Film gefunden.
Leider leidet der Plot ein bisschen darunter, dass danach immer wieder Filme und Serien in der selben Manier wie 28 Days Later produziert worden. Daher ist er mittlerweile ein bisschen vorhersehbarer und eindimensionaler als 2002, dem Erscheinungsjahr. Wenn man das Drehbuch heute noch einmal schreiben würde, könnten mehr Figuren, Konflikte und andere Dialoge dem Ganzen sehr, sehr gut tun.
Natürlich. Die obligatorische "Räumen wir den leeren Supermarkt aus"-Szene macht Spaß, aber im Großen und Ganzen braucht die Welt innovativere Endzeit-Storys. Diese immergleiche Schema-Scheiße nervt langsam.
Auch wenn die Macher das nicht hätten ahnen können: Der Film veraltet und wird dadurch weniger wertvoll. (Harte Worte, ich traue mich fast nicht sie anzufetten)
Mir persönlich geht auch die Musik total auf den Sack und ich finde sie unpassend - hatte ich bei Drive auch, können Leute anders sehen, ist schon okay.
Danny Boyle/Cillian Murphy-Fans immer ran da; auch Leute, die sich nicht all zu sehr gruseln wollen, weil sie allein sind, und außerdem relativ gut geschriebene Protagonisten brauchen, viel Spaß.
Von mir gibt's leider nur ein:
Sehenswert
(Verzeiht mir, oh ihr Fans. Ich möchte halt niemanden dazu bringen ihn anzuschauen und dann enttäuscht zu sein, weil er schon The Walking Dead gesehen hat.)
Gruß,
Elif.
P.S.: Ist der ehrlich ab 18? Kann doch nicht wahr sein. 2002 - waas geht?

Sonntag, 28. September 2014

Kino-Kurzreview: Monsieur Claude und seine Töchter



Das Kino war ziemlich voll und hat viel gelacht und alle hatten einen seehr schönen Abend, meine ich. Der Film ist einfach herrlich sympathisch und man erkennt so viel wieder, allerdings fehlt auch diese "absurde" französische Art nicht, was für mich ein Pluspunkt ist. Die Charaktere sind superrund und realistisch. Ich habe den Film mit meinen Eltern gesehen und konnte ihnen zwischenzeitlich mit erhobener Augenbraue ein "Ihr beiden seid exakt genauso, schäämt euch!" zu raunen.
Toller Film, also, um Hobby-Rassisten zu erziehen, die es eigentlich nicht böse meinen
Wer den Trailer mag und diese "Multikulti mit Augenzwinkern"-Art und keine Angst vor langen Dialogen hat, dem wird der sicher gefallen. Selbst die verklemmte Oma wird dem ganzen etwas abgewinnen können und das muss man mit einem Drehbuch erst mal hinkriegen. Ich meine, etwas zu schreiben, dass politisch total unkorrekt und ziemlich scheiße ist, aber doch irgendwie alle vereint, ohne dabei reißerisch oder moralisch zu sein. Kudos, ihr Franzosen.
Letztendlich ist er aber eher was für einen netten DVD-Abend mit einer Flasche Wein und ein paar Freunden oder der Familie. Toller Herbstfilm und sehr zu empfehlen.
Sehenswert.
Gruß,
Elif.