Samstag, 15. Oktober 2016

Kino-Kurzreview: Conjuring 2



Hmm. Ist eigentlich ähnlich gut wie der erste Teil.
Technisch und von den Schauspielern her ist er sehr, sehr gut und hat überhaupt tolle Ideen.
Meine Minuspunkte wären nur, dass er ein bisschen zu lang ist, weil viel wert auf Zwischenmenschlichkeit und melodramatische Dialoge gelegt wird - ist für den anderen vielleicht ein Pluspunkt, fand den Ansatz auch im ersten Teil noch gut, aber hier ist es mir zu viel und ein bisschen schlecht gemacht.
Auch die schnieke 70er-Jahre-Musik (oder Elvis, yeaa) wird hier vermehrt benutzt und wirft ein manchmal eher raus aus der Atmosphäre, als so cool zu wirken wie am Anfang des ersten Teils.
Mehr Monster gibt's auch, dass fand mein Freund, die "Neeein, unsichtbare Mächte sind vieeel gruseliger"-Meckerliese, natürlich gar nicht gut, aber mich kriegt man mit furchteinflößenden Gestalten, ja.
Also Leute, die den ersten Teil liebten gehen eh ran da, für Grusel-Neulinge ist der Teil vermutlich sogar besser, eben weil er nicht 100%-Horrorcharakter hat, den ersten Teil muss man auch nicht kennen dafür.
Wer sich aber schon beim ersten Teil geärgert hat, kein zweites Paranormal Activity zu bekommen, kann den getrost überspringen.
Für alle anderen
Anschauen, bitte.
Gruß,
Elif

Dienstag, 11. Oktober 2016

Kurzreview: Conjuring - Die Heimsuchung



Also, falls es Horrorfans gibt, die den Film noch nicht gesehen haben RAN da.
Ich mag alles, die Charaktere sind sympathisch, die Schauspieler sind lückenlos grandios, die Musik ist cool, man hat sowohl Jumpscares als auch 'ne furchteinflößende Atmosphäre und eine gruselige Story - das hat man fast nie alles zusammen.
Es wird weder zu viel auf Geister noch zu viel auf Monster gesetzt, sprich die Meckerliesen, die immer "Nein, ich find's viel gruseliger, wenn man die Böse Macht nicht sieht/Nein, da war ja überhaupt nichts gruseliges, das einen hätte angreifen können" sagen sind BEIDE zufrieden gestellt.
Ich kann mir tatsächlich niemanden vorstellen, der mit diesem Film nichts anfangen könnte. Die Story ist einfach gestrickt, aber nicht zu plump, die Intro nicht zu lang, man muss keine vierhundert Nächte ertragen, in denen sich nur mal 'ne Gabel bewegt.
Es geht fix los, steigert sich anständig und endet in einem Showdown. Amen.
Is'n Muss.
Gruß,
Elif

Freitag, 30. September 2016

Kino-Kurzreview: Suicide Squad

Bohemian Rapsody-Trailer, weil duhh. 

Ich kann mich dem üblichen Gezeter anschließen, zu viele Charaktere, die nicht ausgeleuchtet werden, zu wenig Joker, billige Effekte, mäßiger Schnitt, Cara Delevingne spielt voll komisch. (Und ich hätte ihr wirklich, wirklich gegönnt gut zu sein)
Trotzdem ist der Streifen recht unterhaltsam, Will Smith und inbesondere Margot Robbie sind überspitze (fände tatsächlich eine Oscar-Nominierung für sie angemessen), es macht Spaß ihnen zu zugucken. Alle anderen sehen da eher blass auch. Auch Jared Leto (HAHA!). Er hat einfach nicht genug Screentime um groß irgendetwas darzustellen. Sein ekliges Method-Acting hat sich offenbar kein Stück gelohnt. Vielleicht sehen wir irgendwann ein Director's Cut, der rechtfertigt, dass er tote Schweine, Ratten und benutzte Kondome an seine Kollegen verteilt hat. Aber so bin ich einfach nur empört, ihn als zweiten Namen im Abspann zu sehen und wie viel mit ihm geworben wurde. Hollywood, echt jetzt hier.
Sie haben versucht einen harten Film zu machen, der aber noch 'nen PG-13 kriegt, um möglichst viel Geld rauszuholen. In Deutschland gab's 'nen FSK 16, gottweißwarum. Wäre spannender gewesen, tatsächlich etwas auf diesem Niveau zu sehen. 
Der Plot ist offensichtlich nur dazu da, damit die Charaktere existieren können. Das ist generell kein guter Ansatz, wenn man schon sympathische Charaktere hat, will man die auch was spannendes machen sehen. So gibt's ein bisschen Gekämpfe (gute Stunts, nonetheless), ein paar coole Sprüche, aber viele flache Rollen, Lücken und keinen zufriedenstellenden Plot.
Das beste ist der Anfang, da werden sie alle zu cooler Musik vorgestellt, dann wartet und wartet man, dass der Film anfängt und irgendwie ist er dann vorbei, ohne dass man was Neues, Aufregendes gesehen hätte.
Punkt für die Schauspieler, Punkt für die Musik, Punkt für die ersten 30 Minuten, die ziemlich geil sind, Punkt weil die Kostüme ganz cool sind und mir der Look gefällt. Minus für Stereotypen, Joker-Enttäuschung und langweiliger Auftrag mit schlechter Blah-Weltuntergangsgefährdung.
Ergibt insgesamt aber nicht mehr als
Sehenswert.
Gruß,
Elif

Kurzreview: Blue Valentine


Also ich fand ihn ziemlich super.
Schöne Momente, furchtbare Momente, meine Gefühlswelt varierte von "Oh nein, wie süß, warum liebt mein Freund nicht so?" zu "Whups, das kenn ich doch" und dann wieder zu "Gott sei dank, sind wir noch nicht so verkorkst". Ein schöner Liebesfilm zum Kuscheln ist also was anderes, aber wer einfach zwei Leute durch ihr Leben begleiten möchte mit einem grandiosen Drehbuch und genialen Schauspielern, der ist hier gut bedient.
Also Fans der beiden (wobei Ryan Gosling nicht kontinuierlich gut aussieht, oh wie schade), Dramaliebende und so Charakterstudien-Fritzen wie ich werden nicht enttäuscht sein.
Zum ultimativem Film fehlt aber noch ein Schritt. Er müsste trauriger sein oder lustiger, die Charaktere müssten zugänglicher sein, indem man mehr über ihre Gefühlswelt erfährt. Wir müssen uns diese leider immer nur aus ihren Taten zusammen reimen, die manchmal schwer nachvollziehbar sind. Daher setzt der Film zu viel Empathie voraus, die definitiv nicht jeder hat (ich schon gar nicht, Michelle Williams ging mir manchmal ganz schön auf den Sack) - darum kann er schnell, als langatmig, deprimierend oder nervig empfunden werden.
Anschauen, bitte.
Gruß, 
Elif

Montag, 1. Dezember 2014

Media Monday #179

Besser sporadisch als gar nicht.
Media Monday #179

1. Die wohl beste Comedy-Serie in meinen Augen ist Friends. Old but gold.
2. Kate Winslet und Joaquin Phoenix (tja, Leo) waren ein echtes Traumpaar in Quills, denn sie waren zusammen so berührend unschuldig in dieser lasterhaften Umgebung. Außerdem sahen die auch einfach phänotypisch fantastisch zusammen aus. 
3. Wenn Gus Van Sant der Regiesseur ist wird für mich ein Film unwiderstehlich, schließlich ist der Kerl mein Lieblingsfilmemacher.
4. Der mieseste zweite Teil war Bridget Jones 2. (Vielleicht auch nicht, aber ich schau mir miese 2. Teile prinzipiell gar nicht erst an. Da sitze ich lieber drei Stunden an einem richtig, schlechten Bollywoodfilm.)
5. Boah, das ist fies. Äh. Arnold Schwarzenegger hat ihren/seinen Zenit längst überschritten, wie an seinem Alter wohl eindeutig unter Beweis stellt, denn als Actionheld funzt das nicht mehr so
6. Dürfte ich einen Tag mit Rihanna den Platz tauschen, würde ich in jeder Talk-Show, die mich nimmt, hart über Promis lästern und dabei einen Donut nach dem anderen essen. Aber natürlich fantastisch gekleidet sein. 
7. Zuletzt gelesen habe ich Die Bienenhüterin und das war wunderschön, weil es um dieses kleine Mädchen geht, dass von zu Hause weg läuft und von schwarzen, katholischen Imkerdamen aufgenommen wird - und es ist so furchtbar und einfühlsam. 

Mittwoch, 19. November 2014

Kino-Kurzreview: Interstellar



Mann, war das ein Film! Ist tatsächlich mal das, was man Kino-Erlebnis nennt. An sich hatte ich wenig Lust auf den Film, weil ich Sci-Fi nicht derartig zu schätzen weiß, aber hier wird sich - zumindest in der ersten Hälfte - viel Zeit genommen, um zu erklären und todtraurige, interstellar-zwischenmenschliche Augenblicke zu schaffen. Mit Emotionen hat man mich.
Die Story ist der Hammer! So ein Drehbuch muss man erst mal schreiben. Das muss ein Mammutprojekt gewesen sein und man fragt sich die ganze Zeit "Gott, wie soll das alles enden?". Es wird so viel angerissen und erzählt, dass die fast drei Stunden nicht reichen! Darum ist die zweite Hälfte dann auch plötzlich ganz fix und macht sich nicht mehr die Mühe, groß zu erklären, was ganz gut für die Spannung ist, aber auch Fragen offen lässt.
Vielleicht wäre ein anderes Format und ein unbekannterer Cast lieb gewesen. Eine groß aufgezogene HBO-Miniserie. Das wäre jedoch auch weniger lukrativ und oscarwürdig gewesen und in IMAX filmen ist ja auch 'ne schnieke Sache. Da kann ich Nolan keine Vorwürfe machen. Aber Anne Hathaway nicht genug Spielraum zu geben, ist ein Verbrechen. Ihr Charakter kam mir viel zu kurz.
Der Hans-Zimmer-Score. Ich mag es, was er macht, aber das muss nicht heißen, dass es in jeden Streifen reingehört. Wenn man schon diese krassen Bilder und diese verzwickte Story und so viel Leid und Spannung hat, brauche ich nicht noch dieses dauernde Epic-Orchester, das mir assozieren soll, wie wichtig das alles ist. In ein zwei Szenen lassen sie die Geschehnisse und Dialoge mal ohne Musik passieren und ich fühlte mich so viel besser eingebunden. Ich weiß nicht. Ich hab Hans Zimmer langsam über und manchmal ist er so übertrieben, dass es einen aus der Szene raus wirft.
Dagegen sind Ton und Kamera superclever und auch das ganze CGI-Zeug geht sehr klar. Sieht auch einfach fantastisch auf der großen Leinwand aus.
Letztendlich gibt's aber nicht viel zu meckern. Der Film ist super. Wenn man sich drauf einlässt, fasziniert werden will und der Meinung ist, dass "erdenklich" langweilig ist, wird man seinen Blockbuster des Jahres finden.
Is'n Muss
Gruß,
Elif

Freitag, 7. November 2014

Kino-Kurzreview: Annabelle



The Conjuring fand ich im Kino damals supeeer, aber das hier ist - solide.
Es gibt eigentlich nicht viel zu meckern, außer das alles ein bisschen nullachtfuffzig ist, und meiner Meinung nach viel zu viel auf Schreckmomente gesetzt wird, als dass man sich wirklich gruselt.
Wer schreckhaft ist, kommt also auf seine Kosten. Ist auch definitiv einer der besseren Horrorfilme, aber eben nichts neues oder besonderes.
Atmosphäre, Schauspieler und Musik alles prima, die Story wird mir allerdings am Ende etwas zu lahm esoterisch.
Ein kurzweiliger Streifen, der sich für "Wir wollen Horrorspaß im Kiiino!" aber ganz gut eignet. Nur nicht zu viel erwarten.
Sehenswert.
(Hardcore-Horrorfans können den aber skippen ... nep, Moment - diese Leute gucken eh alles.)
Gruß,
Elif